DIN-Richtung bei Türen bestimmen

Öffnungsrichtung bei Türen eindeutig benennen

Für die Planung von Türen in einem Haus oder einer Wohnung ist die eindeutige Benennung der Öffnungsrichtung von ausschlaggebender Bedeutung. Es gibt dafür die Deutsche Industrienorm (DIN) 107. Sie regelt mit den Bezeichnungen DIN Rechts und DIN Links genau, wie die Öffnungsrichtung eindeutig beschrieben und zwischen den verschiedenen Beteiligten einer Planung und Baudurchführung weitergegeben werden kann. Die Festlegungen der DIN 107 gelten inhaltsgleich auch für Österreich und die Schweiz. In Österreich ist die Normbezeichnung ÖNORM B 5328, inhaltlich gibt es keinen Unterschied zur DIN. In der Schweiz wird die DIN verwendet.

Auf den Standpunkt kommt es an

Damit rechts und links eindeutig zugeordnet werden kann, muss zunächst der Betrachtungsstandort eindeutig festgelegt werden. Dieser ist in diesem Fall die Seite einer Tür, auf der man im geschlossenen Zustand die Türbänder oder Scharniere sehen kann. Sind die Bänder verdeckt eingebaut, zum Beispiel zur Einbruchssicherung bei nach außen öffnenden Außentüren, dann kann man auch definieren: Der Beobachtungstandort ist die Seite der Tür, auf der ich diese durch Ziehen öffne. Nachdem der Beobachtungsstandort geklärt ist, kann nun die Tür betrachtet werden. Sehe ich die Bänder oder Scharniere auf der linken Seite, dann handelt es sich um eine DIN Links Tür. Sind sie rechts angebracht, dann ist es eine DIN Rechts Tür. Sind die Bänder verdeckt eingebaut, so muss ersatzweise der Drehpunkt herangezogen werden, um den sich die Tür dreht. An der Bezeichnung ändert sich nichts. Ist der Drehpunkt links ist die Tür DIN Links, ist er rechts ist auch die Tür DIN Rechts.

Verschiedene Bezeichnungen für den Begriff "Öffnungsrichtung"

Die Bezeichnung Öffnungsrichtung ist für Laien eher verwirrend, denn steht man auf der "richtigen" der definierten Seite, dann öffnet sich eine DIN Links Tür rechts, denn dort ist Türklinke und Türschloss angebracht. Ähnlich ist es mit dem Begriff Aufschlagsrichtung. Besser ist eigentlich der Begriff Anschlagsrichtung, denn da stimmen Nomenklatur und DIN überein. Die Tür ist mit den Bändern am Türrahmen befestigt, also "angeschlagen" und sind diese Bänder links, handelt es sich um eine DIN Links Tür. Sind sie rechts ist es auch eine DIN Rechts Tür. Also Vorsicht, alle drei Begriffe, Öffnungsrichtung, Anschlagsrichtung und Aufschlagsrichtung werden identisch verwendet, obwohl sie unterschiedliche Dinge implizieren.

Zusatzinformation nach außen oder innen öffnend

Zusätzlich zur Öffnungsrichtung muss bei Türen auch noch angegeben werden, ob sie in einen Raum hinein, oder aus diesem heraus öffnen. Normalerweise öffnen Türen von einer Verkehrsfläche wie einer Diele in die Wohnräume hinein. Bei sehr kleinen Räumen wie Toiletten, kleinen Bädern oder Abstellräumen ist das manchmal nicht möglich, dann öffnen sie nach außen und das muss dann auch eindeutig dokumentiert werden. Außentüren öffnen normalerweise ins Haus, was aber manchmal aus Platzgründen nicht geht. Bei öffentlichen Gebäuden ist wegen möglichst barrierearmer Fluchtwege sogar die Öffnung nach außen vorgeschrieben. Auch dies muss bei der Planung eindeutig dokumentiert werden.


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