Eine Lösung für die Schwächen eines Holzfensters

window_wood_farmhouseDas älteste Material, welches für den Bau von Fenstern genutzt wurde, ist das Holz.

Ausschlaggebend war hierfür die leichte Bearbeitbarkeit des Materials und der hohe Grad an Stabilität, der durch die Holzkonstruktion als Rahmen begründet war.

Mit der Zeit wurden auch die Einbautiefen der Holzfenster geringer. Während man früher unter einem Doppelfenster in Wirklichkeit zwei Fensterflügel montierte, wurden später diese beiden Scheiben in ein und denselben Rahmen gebaut.

Die Schall- und Wärmeisolierung des Holzes ist auch heute noch sehr zufrieden stellend, wobei hier auch die Entwicklung verschiedener Dichtmaterialien eine große Rolle spielt.

Bei älteren Holzfenstern war durch eine geringere Dichte auch der hygienische Mindestluftwechsel sichergestellt, was ein ausgedehntes Lüften der Räume vermied.

Dies war besonders als Vorbeugung der Schimmelbildung wichtig. Mit dem vermehrten Einsatz von Dichtmitteln und Thermoverglasung wurde das Lüften eine Notwendigkeit, da sich sonst leicht die Feuchtigkeit der Luft in der Wand niederschlug und zur Schimmelbildung führte.

In Bezug auf die Witterungsbeständigkeit ergaben sich aber lange Zeit Nachteile, da das Holz der Fenster immer Pflege und Schutz vor den Umwelteinflüssen benötigte was mit einem zeitlichen Aufwand verbunden war. Hier sei auch erwähnt, dass hier Holz nicht gleich Holz ist, da verschiedene Holzarten auch ganz und gar unterschiedlich auf zum Beispiel Feuchtigkeit reagieren.wohnzummer-mit-alu-holz-fenster

Später versuchte man diesen Effekt mit modernen Beschichtungssystemen zu verhindern, was allerdings die Lebensdauer heutiger Fenster wesentlich verkürzt, wenn auch der Wartungsaufwand um einen erheblichen Teil reduziert ist.

Eine interessante Lösung ist in diesem Zusammenhang die Kombination von Holz und Aluminium, welches wesentlich beständiger gegenüber den Witterungsverhältnissen ist.

Hierbei wird der Körper des Fensters aus Holz gefertigt und mit einer Außenschale aus Aluminium verblendet.

Beschichtungen oder Aluminium können in verschiedenen Farben erstellt werden, so dass auf ziemlich jedes Bedürfnis eingegangen werden kann.

Bei einigen Bauprojekten wird auch heute noch das klassische Holzfester benötigt. So finden sich in den Auflagen des Denkmalschutzes häufig die Bestimmungen, Fenster genauso zu restaurieren, wie sie im Originalzustand vorgefunden worden.

Dies schließt in den allermeisten Fällen auch das Holz als Material mit ein, da Gebäude, die in diese Kategorie fallen, fast ausschließlich mit Holzfenstern versehen sind.

Nur in wenigen Einzelfällen, kann man erreichen, dass man bei gleicher Fensterform Kunststofffenster einsetzen kann. Dies hängt wesentlich von der Entscheidung zum speziellen Fall ab.