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U- Wert

Der Wärmedurchgangskoeffizient, abgekürzt mit U für unit of heat transfer (Einheit des Wärmedurchgangs) hat im Zuge der europäischen Vereinheitlichung den k-Wert ersetzt. Mit der Messung des U-Wertes wird der Wärmeverlust von innen nach außen bestimmt, und zwar pro Quadratmeter und pro Stunde bei 1° Temperaturunterschied.

Die Wärmedämmung eines Fensters hängt von dem Rahmenmaterial, der Verglasung und der Dichtheit ab. Die Dämmeigenschaften eines Fensters bestimmt der U-Wert. Je kleiner dieser Zahlenwert, desto besser die Wärmedämmung.

Bei Fenstern werden grundsätzlich drei U-Werte unterschieden. Der Wärmedurchgangskoeffizient Uw bezieht sich auf das gesamte Fenster. In diesen Wert fließen die U-Werte für die Verglasung Ug und den Rahmen Uf mit ein.

  • Uf  = U frame    – ist der U-Wert des Fensterrahmens.
    Der Uf-Wert wird für die Rahmen-Flügelkombination durch Messung bestimmt. Als Fläche für die Berechnung des Uw-Wertes wird die Ansichtsbreite des Profils angenommen.
  • Ug = U glazing     – ist der U-Wert der Verglasung.
    Der Ug-Wert ist abhängig von der Art der Gasfüllung des Scheibenzwischenraumes, dem Abstand der Scheiben und der Anzahl der Scheiben.
  • Uw = U window – ist der U-Wert des gesamten Fensters.
Der Wärmedurchgangskoeffizient für Fenster wird grundsätzlich in der Standardfenstergröße 1,23 m x 1,48 m errechnet. Beachten Sie, dass größere Glasflächen bessere Werte erreichen, da bei Verglasungen im Vergleich zum Rahmenmaterial bessere U-Werte möglich sind.

Nach der OiB-Richtlinie 6 vom 2011 darf bei normaler Verglasung der Uw-Wert 1,4 W/m2K nicht überschritten werden. Die deutsche Energieeinsparverordnung (EnEV) vom 2014 beschränkt den Wärmedurchgangskoeffizient auf 1,3 W/m2K für einen Altbau.  Als passivhaustauglich gelten Fenster mit einem Uw-Wert nicht größer als 0,8 W/m2K.