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Dreifachverglasung: Schon jetzt die Zukunft einbauen

Einfachverglasung bei modernem Wohnungsbau oder bei der Altbausanierung? Diese ist nicht mehr zulässig und gehört der Vergangenheit an. Ein Haus mit Einfachverglasung hat fünfmal höhere Wärmeverluste als eines mit doppelt verglasten Fenstern. Dazu kommen weitere Nachteile. Einfach verglaste Flächen sind schlecht isoliert und besitzen häufig undichte Fensterritzen. Das führt im Winter zu Kondenswasserbildung an der Innenseite, bei besonders kalten Temperaturen sogar zu Kristallbildung. Vor der Verwendung von mehrfach verglasten Scheiben gab es verschiedene Möglichkeiten, diesen Nachteilen entgegen zu wirken. Zum Beispiel Gummidichtungen, Isolierfolien oder Energiespar-Vorsatzscheiben. Die Qualität der heute üblichen Wärmeschutzverglasung erreichten sie jedoch bei weitem nicht.

Bauweise und Messtechnik

Wie gut eine Verglasung gegen Wärmeverluste schützt, messen Fachleute über den Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert). Je kleiner diese Zahl ausfällt, desto besser ist die Dämmung. Bei Fenstern mit doppeltem Wärmeschutzglas beträgt diese Zahl 1,5 bis 1,1 - bei Dreifachverglasung sogar 0,9 bis 0,5. War der Schritt zur zweischeibigen Verglasung seinerzeit durchaus ein Quantensprung, ist der aktuelle Standard klar die Dreifachverglasung: In Passivhäusern ist sie schon heute vorgeschrieben. In der Anfangszeit dieser Entwicklung füllten die Hersteller den Raum zwischen der Zweifachverglasung mit hermetisch abgeschlossener Luft. Mittlerweile ist aber auch hier - wie bei Dreifachfenstern - die Füllung mit Edelgas üblich, bevorzugt mit Argon. Das hat zwei Effekte zur Folge: Im Winter geht weniger Wärme nach draußen verloren, im Sommer schützen diese Fenster gegen das Eindringen von Hitze. Das verhindert in den Übergangs-Jahreszeiten den Wärmezufluss von außen und verursacht in diesen Wochen möglicherweise leicht erhöhte Heizkosten. Die Hersteller nutzen zudem die Möglichkeit, bei Mehrfachglas die Scheiben mit Metalldampf zu beschichten. Das reflektiert langwelliges Infrarotlicht und sorgt für einen weiteren Wärmedämmung-Effekt.

Altbausanierung: Dreifachverglasung mit Fassadendämmung kombinieren!

Bei der Modernisierung von Altbauten - die Energieeffizienz ist häufig einer der Gründe dafür - empfiehlt es sich, vor der Fensterauswahl zuerst die Gebäudedämmung zu prüfen. Entscheidet man sich für die moderne Dreifachverglasung, sind noch die Fensterrahmen, die ebenfalls den aktuellen Stand der Technik aufweisen sollten. Sind die Rahmen schlecht, droht Zugluft und die Heizkosten bleiben unverändert hoch. Der Einbau von Fenstern und Rahmen durch erfahrene Fachkräfte ist ebenfalls entscheidend. Stimmen die Anschlüsse an die Wand nicht, geht weiterhin Wärme verloren.

Ganz wichtig ist der Hinweis: Ein Einbau von Dreifachfenstern in älteren Gebäuden sollte am besten mit einer Fassadendämmung gemeinsam erfolgen. Andernfalls droht die folgende Falle: Durch die verbesserten Fenster verringert sich der Luftaustausch, verstärkt noch durch unzureichende Lüftung. Da aber die Fassade diese neue Qualität noch nicht besitzt, bildet sich Schimmel an den kalten Wänden. Ist die Fassadendämmung zeitgleich mit dem Fenstereinbau aus bautechnischen oder finanziellen Gründen nicht möglich, sollte sie zeitnah folgen. Die Fenstersanierung wurde zuvor so durchgeführt, dass sie die folgende Fassadendämmung nicht behindert. Übrigens: Erfüllt eine Sanierung die gesetzlichen Vorgaben der Energieeffizienz, ist eine Förderung aus öffentlichen Mitteln möglich.

Ab 2021 neue EU-Normen

Spätestens ab 2021 ist voraussichtlich in den aktuell 28 Staaten der Europäischen Union (EU) die Dreifachverglasung Pflicht. Dann gilt bei Neubauten der Niedrigstenergiestandard - bei öffentlichen Gebäuden schon ab 2019. Dreifach-Fenster kosten zurzeit bei der Anschaffung schon etwas mehr als das herkömmliche Material. Doch diese Investition rechnet sich immer - und bei zumeist steigenden Energiepreisen vielleicht schneller als anfangs gedacht.

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